Aber…ist das nicht gefährlich?

Das ist eine Frage die ich vor meinem Aufenthalt und auch jetzt nach meinem Aufenthalt oft gestellt bekommen habe, bekomme, und bekommen werde. Gemeint ist „nach Ghana gehen an sich“, „…als frau“,“ alleine reisen als frau“, „…und vor allem in ghana“, je nachdem.

Kurz gesagt: Nein.

Also klar, es kann immer was passieren und es passieren auch sicher täglich schlimme Dinge in ghana, Unfälle, zum Teil weil Autos einfach schon kaputt sind, (sexualisierte) Gewalt und und und..und klar es kann mich auch treffen, aber ganz ehrlich, das kann es in Deutschland auch.

Ich glaube ich habe in der ersten Zeit mit meiner gastfamilie ein ganz gutes bauchgefühl entwickelt, wann eine situation oder Person vertrauenswürdig ist und wann nicht. Und als klar war, dass ich alleine auf Reisen gehen würde, haben mir alle einfach eine gute Reise gewünscht, ich bin also gar nicht mit dem „oder es ist gefährlich und mir könnte etwas passieren“ gefühl los und das hat sich über die Jahre auch nicht geändert. Und ich glaube die Einstellung mit der man losgeht, ist beim reisen schon wichtig!

Trotzdem habe ich für mich so ein paar Grundsätze gefunden, was das Reisen angeht, die lustigerweise beim Trapper die gleichen sind. Und so ersehen ist reisn in ghana oft wie Trapper, nur mit mehr Leuten und mit bezahlen: man kommt am Ende ans Ziel, aber wann und mit wie vielen zwischenstops ist im Vorfeld nicht klar… ich reise tagsüber, also wenn es hell ist, im Dunkeln ankommen versuche ich nur an Orten, die ich kenne. Gut und dann gibt es noch die „über Nacht busse“ aber die stecken, die ich da zurück lege dauern im Regelfall auch die ganze Nacht.

Couchsurfen war ich auch schon in ghana, 2019 bei einem kurzen Besuch, das war eine total schöne Erfahrung und beide Jungsm die ich damals kennengelernt habe, war ich dieses Jahr wieder besuchen.

Taxi bin ich tatsächlich nie gerne gefahren, zum einen sind die Preis Diskussionen mit Taxifahrern gefühlt die schlimmsten, zum anderen ist Taxi fahren dann halt doch eine 1:1 Situation, die ich im Zweifelsfall verliere. In Bussen jnd trotros kann einem (außer bei einem unfall) nichts passieren, weil wenn der ganze Bus gegen einen ist, dann sollte man mal lieber sein verhalten überdenken…Durch Apps wie „Uber “ und „bold‘ wurde das Problem gelöst, hier gibt es fixe Preise und die Fahrten werden aufgezeichnet.

Malaria, Durchfall, böse andere tropische Krankheiten, kann passieren, ich bin weiterhin verschont, dafür hab ich mir bei 20 grad, leichtem wind und nassen Haaren am Strand in busua eine richtig schöne Erkältung eingefangen. Und die medizinische Versorgung ist in den Städten auch echt in Ordnung und gerade mit Malaria kennen sich ghanaer*innen aus, das Problem hier sind Menschen auf dem Land ohne Krankenversicherung und zu wenig Geld um die Medikamente zu bezahlen.

Ich glaube das tatsächlich gefährlichste was mir passiert ist war die Kokosnuss, die knapp neben mir auf den Boden gefallen ist, das hätte übel enden können…

Zurück in Deutschland bin ich was Erkältung angeht noch verschont…mir ist kalt, klar, aber was für mich schwerer ist, ist der ganztägig graue Himmel, der nicht richtig hell wird und dass man so viel in geschlossenen Räumen ist. Nach 5 Monaten mehr oder weniger ganztägig draußen und Sonnenschein eine ziemliche Umstellung. Dicke Socken, Leggins unter Jeans, drei Schichten Pullis, Schals, Mützen, Tee, spaziergänge und vitamin D tun ihr bestes um dem entgegenzuwirken.

…und wann kommst du zur??? Die frage von allen in ghana, die ich noch nicht ganz beantworten kann. Aber sicher ist, ich werde zurück kommen, sicher ist auch, nur zu Besuch nicht zum arbeiten…vielleicht lass ich dann hier wieder von mir hören, aber für die nächsten Monate und Jahre ist hier erstmal Schluss:)

Culture troup

So richtig gemerkt, dass ich jetzt wirklich bald nach Ghana gehe und alles erstmal ganz anders wird wie in Freiburg habe ich letzten Sommer auf dem ZMF gemerkt, als ich nach unserem Brasilikum Auftritt irgendwann gegangen bin, meine repi, shaker, Gurt, Tasche, alles aber dagelassen habe (für mögliche Einsteiger*innen)…das war ein ganz komisches Gefühl…

Zum Glück musste ich die letzten Monate nicht trommelfrei verbringen, auch wenn ich bei baobab unter die Tänzer*innen statt unter die trommler*innen gegangen bin, das hat sich irgendwie so ergeben. Dreimal die Woche probt bzw trainiert die culture troup unter der Leitung von verschiedenen Tanz- und Trommellehrern, zum Großteil ehemalige baobab Schüler. Performed werden traditionelle Stücke aus verschiedenen Regionen Ghanas, anderen Ländern und eigeninterpretationen der Lehrer. …also vom Konzept her ähnlich wie bei brasilikum…

…ganz anders war die trommelsprache (also wie die unterschiedlichen Rhythmen, trommeln und Töne verbalisiert werden, also zum Beispiel hohe Töne eher mit dem Vokal I, tiefe mit o oder u, mittlere mit a. Und dann wird daraus di, do, bra, dum und so weiter, keine Ahnung wie viel Sinn das für nicht trommelnde macht 😀 ). Das wird auf jeden Fall wieder spannend wie schnell ich zurück in die brasilikum Stücke und Sprache reinkomme

Die Proben waren alle ganz verschieden, hatten aber trotzdem einen grundsätzlich wiederkehrenden ablauf: dass es losgeht war für uns (mein mitfreiwillige und tanzpartnerin Sade und mich) immer durch die Trommel zu hören, die spielten immer einen beliebigen Rhythmus und als Art aufwärmen wurde im Kreis getanzt. Ein Tänzer oder Tänzerin in der Mitte gab einen Schritt vor, der von allen anderen kopiert (bzw zumindest zu kopieren versucht wurde). Das in der Mitte sein wurde dann immer weiter gegeben. Danach wurden mit den Tanzlehrern einzelne Tänze geübt, neue Tänze eingeführt, manchmal gab es auch fittness-tanz-übungen (die tendenziell für sehr viel Muskelkater gesorgt haben..)

Einen Tanz haben wir von Grund auf gelernt, der war dann auch mein Abschlusstanz, für den wir auch Kostüme anziehen durten/sollten/mussten wie mann nimmt 😀 sagen wir so, die Mädels die da sonst tanzen haben weniger breite Schultern als ich und sind kleiner als Sade, aber am Ende haben wir was passendes gefunden

Getanzt wurde im Normalfall in Reihen, die die es schon konnten stehen vorne und die neuen und weniger erfahrenen weiter hinten. Manchmal wenn für Auftritte geübt wurde oder einfach viele Tänze durchgetanzt wurden haben wir mit den anderen neuen hinten, hinter den Trommlern (das waren tatsächlich nur jungs) mitgeübt.

Und den einen Tanz, den darf ich auch nicht vergessen, sondern soll ihn in Deutschland weiterüben, nächstes mal in ghana wird dann getestet, ob ich mich an das Versprechen gehalten habe 😀

Afhiya Pa

Ist in den letzten Wochen zu meinem neuen Lieblingswort, bzw. naja es sind zwei Wörter (wie mir jetzt mein kleiner liebster Bruder sicher erklären würde;)) geworden.

Es ist universell einsetzbar und bedeutet je nach Kontext „schön dass du da warst und wir feiern das nochmal bevor du gehen musst“, „frohe weihnachten“, „guten Rutsch“, „frohes neues jahr“, „genieß die Feiertage (auxh wenn du nicht christlich bist und kein weihnachten feierst)“….weitere afhiya pa Momente kommen in ghana bestimmt noch die nächsten Monate. …also für die Ghanaer*innen, ich muss mich in ca zwei wochen wieder mit deutschen Glückwunschbezeichnungen abfinden …

Und da weihnachten und Silvester so nah zusammen liegen war die ganze letzte Woche einfach überall afhiya pa…und Weihnachtslieder??! Ich saß gestern sehr verwundert beschallt von „last christmas“ „feliz navidad“ „i am dreaming of a White Christmas“ etc beim Mittagessen…Aber zur Verteidigung der ghanaer*innen, sie fangen so weit ich das mitbekommen habe dafür auch erst am 24.12 an mit den Weihnachtsliedern, das heißt die Zeit von „last Christmas“ und Co. Ist deutlich kürzer als in Deutschland 😀

Silvester ist überlicher weise eine Mischung aus ausruhen, ganz viel Kirche und lagerfeuer am Strand. Ganz viel Kirche bedeutet in dem Fall leider oft „ganz viel für feli ganz arg zu lautes beten“ von daher war ich froh um meine rasta Freunde, die eben auch nicht zu Kirche gehen.

Am Strand gab es dann sogar von den beach resorts organisiertes Feuerwerk…so ein Feuerwerk über dem Meer hat so im ersten Moment schon was..Aber dann sieht man zwei drei Hunde panisch wegrennen, denkt an die sicher nicht weniger erschrockenen Fische im Meer, den Müll der am nächsten Tag am Strand lieg und weiß wieder, warum man Feuerwerk eigentlich nicht gut findet…

Vielleicht erfindet ja mal jemand eine Tier- Menschen- und Umweltfreundliche Variante…fair trade wunderkerzen von alnatura oder so 😀

Eine schöne Tradition einer der Kirchen hier wurde mir gestern noch erzählt: mit einem Schild mit 2022 fahren einige der Mitglieder um ca 23.20 raus aufs Meer und kommen nach 00.00 ohne das Schild wieder zurück, überlassen also sinngemäß alles alte den Wellen…

Ahanta surf camp

2015 war ich zusammen mit Jakob und ungefähr 10000 anderen freiwilligen in busua auf dem asabako Festival…die Bilanz damals: wunderschöner ort aber für das Wochenende waren wir gefühlt mehr Zeit im Bus wie am Strand. Der Plan zurück zu kommen war aber weiter da, hat ja auch nur 7 Jahre gebraucht 😀 ich hatte tatsächlich die Sorge, dass der Stand wieder vollbelagert mit scharen von freiwilligen Gruppen wäre…Aber es war erstaunlich wenig los, und die Leute die da waren, waren in denmeisten Fällen afroamerikaner oder Franzosen (häää? So keine Ahnung aber wenn ich Französin wäre, würde ich in ein französischsprachiges Land in Westafrika fahren und nicht in das gefühlt einzige englischsprachige Land hier)

Nach gut 2/3 Stunden Fahrt bin ich in der ahanta eco lodge (sehr empfehlenswerter Ort für alle die sich mal richtig was gönnen möchten und die Möglichkeit haben vorher gut Geld zu sparen) angekommen, eine Unterkunft mit eigener Surfschule am Stadtrand von busua…etwas abgelegen, wunderschön ruhig 😀 mit toll angelegten Garten, schön gestalteten Zimmern, ganz viele Holzmöbel, tolle Lampen, abends überall Kerzen…und und und…Aber genug der Werbung;)

Dort angekommen habe ich meine Taschen im Office abgestellt und keine 10 Minuten später kam einer der surflehrer und meinte so „ah du ist die neue ok lets go“…dass es so schnell losgehen würde hatte ich nicht erwartet aber war gut 🙂 und nach einer kurzen Einführung war ich schon im und auf dem Wasser. Gegen meine Erwartungen konnte ich schon ziemlich schnell stehen…zumindest kurz und auf den kleinen Wellen und hab gleich am zweiten Tag ein Upgrade von den „smal White waves“ zu den „Green waves“ da hat sich das viele Yoga und eine Kindheit mit 10000000 fahrrradtouren doch ausgezahlt und mir die richtige Mischung aus Kraft und Balance mitgegeben:D

Drei surflehrer gehören zur Surfschule, meistens sind alle irgendwie im Wasser und einer kommt holt dich rein, dann geht’s weiter zum nächsten, je nachdem wie viel so los war…Aber grundsätzlich guckt man zusammen nach einer guten Welle, die für mich dann meistens sehr plötzlich kam, dann hieß es „abena paddel paddel“ (abena ist mein fante Name, der ist in busua an mir irgendwie hängen geblieben) und dann kriegt man noch einen Schub und „up up up“ und naja, dann steht man entweder und surft…oder fällt ins Wasser und wird gut durchgewirbelt 😀 was super schön ist, wenn man es dann mal schafft zu stehen und auf der Welle surft, kommen von überall rufe „wooooooooh“ von den surflehrern, von den Fischern auf den booten und den busua boys, die sich entweder selber surfen beibringen oder im seichten Wasser am fischen sind ❤

Fischen ist übrigens neben trotro fahren einer der wenigen reinen männerberufe. Frauen gehen nicht Fischen, Frauen gehen nicht auf die boote oder bringen Sachen dorthin, Frauen ziehen keine boote aus dem Wasser, das bringt Unglück, und fertig. Akosia, die Chefin des kleinen Kids an der Surfschule hat mir von einer weißen Touristin erzählt, die unbedingt mithelfen wollte und man hat sie ein bisschen helfen gelassen, weil naja sie ist touristin. Aber sie sollte dann sehr schnell Pause machen und die Fischer waren abends etwas besorgt, wie es los nach drauflos Meer ging. Das ganze ist wohl ein paar Jahr eher, aber sie hat sich beim erzählen trotzdem über diese abstruse Situation kaputt gelacht. Ein Boot besitzen können Frauen aber sehr wohl, das heißt man sieht immer wieder Frauen am Strand stehen, Anweisungen geben jnd den Weiterverkauf der Fische managen

In meiner surfwoche bin ich auf luc auf Holland und Michaela auf canada gestoßen, die beide auch alleine am reisen waren, wir haben uns dann kurzerhand als gruppe zusammengetan, haben abends zusammen gesessen oder uns in eine der Bars in busua gesetzt.

Tuesday (dienstags geboren und der Name ist dann auf englisch zu seinem Spitzname geworden) bebe und luc, Michaela war da schon abgereist…

Nachdem die beiden abgereist waren haben mich dann zwei von den Surferjungs mitgenommen, die hatten ein Festival organisiert, das am 23 mit einem lagerfeuer am Stand, selbstgebrannten gin und für ghana gar nicht mal so lauter Musik gestartet hat 🙂 und ich sag mal so, es war ganz praktisch zwei Jungs an meiner Seite zu haben, die genau wussten, dass ich nen Freund in Freiburg hab und ich dementsprechend in Ruhe gelassen haben und trotzdem so präsent waren, dass keine anderen Jungs ihr Glück versucht haben… 😀

Sehr süß war auch die Begegnung mit einem der baobab Jungs im Nachbarort, zu dem wir aneknem Tag einen Ausflug gemacht haben…wir laufen so durch die Straßen und plötzlich ruft es „Madame fili“ und Joseph steht vor mir uns grinst mich an 🙂 danach hab ich dann die Fischer Jungs noch zweimal abgescannt, ob da nicht auch einer der baobab Jungs dabei ist, der dann nach den Ferien mit vielen Geschichten von Madame feli in kurzen Hosen und bikini zurück kommt…Das war für mich fast die größte Freiheit, den ganzen tag am Strand in kurzen Hosen sitzen ohne dass das ein Problem für irgendjemand ist…der stand hat da offensichtlich seine eigenen Regeln 🙂

No food for lazy man

War und ist der lieblingsspruch auf trotros und an Läden von William Jakob und mir, immer wen man ihn entdeckt gibt’s ein Foto…und man ist besser nicht Lazy, weil so gut wie das Essen hier ist will man es nicht verpassen!

Ich könnte die steile These aufstellen, alle ghanaerinnen können gut kochen, tatsächlich ist Küche und Kochen meist in der Hand von Frauen, aber auch was ich von oder mit Männern hier gekocht habe war echt gut

Grundsätzlich kann man sagen, die ghanaische Küche ist schärfer als die deutsche. Traditionell gibt es viel Reis oder eine Art Kloß, der in Kombination mit einer soup (Suppen Konsistenz) oder stew (Pesto Konsistenz) serviert wird.

Im baobab Center gab es einen festen essensplan der sich wöchentlich wiederholt hat, immer wieder gab es Variationen, je nachdem was es gerade an Gemüse auf der Farm gab. Und von dem was ich so von der essensqualität auf den Internate der früheren feeding Center Kids und meinen gastschwestern gehört habe, ist baobab da echt Vorreiter was abwechslungsreiche gesunde und ausgewogene Ernährung angeht.

Mit dem Frühstück hatte ich so meine Probleme, ich bin die letzten Jahre immer mehr zum Typ „smoothie und dann käsebrot in der kita“ geworden, süßsaurer brei mit viel Zucker…neee. Aber mit Brot und Haferflocken bin ich da gut durchgekommen.

Samstag Abends gab’s eine Kombi, die allen freiwiligen nicht so wirklich geschmeckt hat, dementsprechend haben wir da einfach für uns gekocht, Spaghetti, kokoscurry, Süßkartoffelpommes, auch mal schön. Und in Cape Coast gab und gibt es auch Pizza, pide, Salat mit Feta, Burger und einen KFC 😀

lang ist sie nicht mehr meine Zeit in ghana, von daher genieße ich noch die letzten Wochen mit ghanaischem essen..vor allem Gerichten die ich nicht so häufig gegessen habe, weil sie schlichtweg zu aufwendig oder teuer für eine schulküche sind wie fufu und redred (frittierte kochbananen mit Bohnen in tomatensoße)

Von den Kindern kam ganz oft die Frage, was jetzt besser ist, ghanische oder deutsche Küche. Für mich ist es eine Kombination aus beidem. Nicht ohne Grund nehme ich aus nalerigu immer grounsdnut paste (erdnussbutter) für Soße mit, die man in der Qualität in Deutschland nicht bekommt…dafür aber vieles anderes, Bohnen, gari, Öl, cassava, plantain, yam in afroshpos, anderes Gemüse lässt sich gut ersetzten…nur fufu stampfen geht nicht in Deutschland… Aber es ist grundsätzlich leichter und vor allem billiger in Deutschland an typisch ghanaische Lebensmitteln zu kommen wie andersrum.

dass ich tatsächlich in Deutschland selber immer wieder ghanaische koche, amüsiert immer wieder „was? du weißes Mädchen, weißt du überhaupt wie das geht“. wenn ich dann erzähle, wie mir meine gastschwestern und Baby ghanaische Gerichte beigebracht haben folgt meistens ein „oh so your are also ghanaian small small now“

Good bye baobab

…as i am leaving you now…good bye baobab

Mit diesem Lied wurde ich vorgestern offiziell von allen schüler*innen verabschiedet, meine Zeit im baobab Center ist zu Ende, ganz schön schnell gingen diese letzten Wochen vorbei. Es war viel zu tun und dementsprechend wenig los war hier auf meinem Blog. Die nächsten Wochen bin ich noch hier und da in ghana und nehme euch gerne mit 🙂

Was ich immer wieder von den Kindern gehört habe, was ich auch so vom feeding Center in nalerigu kenne, ist „we are family“. Klar, es gibt Streit, böses Blut, zerkratzte Gesichter, hitzige Diskussionen und alles, aber ganz bestimmt hat jedes Kind mindestens einen Freund, der die Schüssel teilt, wenn die eigene kaputt geht, der einem eine Hose leiht, wenn die eigene dreckig ist. Und wenn es hart auf hart kommt stehen alle für sich gegenseitig ein. Letzten Freitag wurde ein Kind auf der Farm plötzlich schlimm krank. Also alle schnell in den Bus jnd zurück, der kranke wurde gestützt und getragen, es wurde diskutiert, dass man direkt ins Krankenhaus fährt und dort angekommen, sind drei Kinder gleich losgerannt-ins Center, um die Krankenversicherungskarte des Jungen zu holen. Auch als es Zeit war, briefe an die pat*innen der Kinder zu schreiben, haben sich immer einige größere und in Englisch fittere Kinder gefunden, die uns freiwilligen be der Arbeit unterstützt haben. Diese Gemeinschaft mitzuerleben war total schön!

Was dafür gar nicht schön ist, mit vielen Kindern war es ein tschüss für immer. Die älteren machen die kommenden Monate oder im nächsten ihren Abschluss, so schnell schaffe ich es nicht mehr nach Ghana…und die großen vom Feeding Center finde ich weiter in nalerigu, die baobab Kinder kommen aus verschiedenen Ecken, accra, elmina, Cape Coast, viele kleine Städte, da alle wieder zu treffen wird nicht möglich sein

Herbert und hirschkäfer

Gefühlt habe ich schon lange nicht mehr hier auf meinem Blog geschrieben…gut die zwei werbeeinschübe zur „stop the pollution be Part of the solution“ Kampagne, aber sonst nicht viel…Aber das eine hängt mit dem anderen zusammen. Die Kampagne hat sich nämlich doch zu einem, naja nicht fulltime aber halftime job entwickelt und statt nachmittags im nähworkshop teilzunehmen bin ich am Mail schreiben, Texte verfassen und Adressen heraussuchen. Und schon so viel mit tablet und tippen beschäftigt, dass zum Blog schreiben nicht mehr sooo viel Motivation da ist..

Anyways

108 kinder besuchen die baobab schule, alle namen kenne ich bisher nicht und werde ich auch bis zum ende meiner zeit hier (das ist schon in zwei wochen…) nicht kennen. Und manche kannte ich mal und vergesse sie dann wieder. Eine typische situation ist dann ein „hey du…hmmmm…please your Name again?“ Kurze Empörung des Schülers oder der Schülerin und mein Versprechen, den Name nicht mehr zu vergessen (Was meistens so mäßig gut klappt)

Ein Schüler meinte neulich allerdings, nein er sagt mir seinen Name nicht. Als ich dann meinte „aber irgendwie muss ich dich ja nennen“, hieß es nur, ich solle mir was raussuchen. Gut, dachte ich, nenne ich dich Herbert (fragt mich nicht wie ich auf den Name gekommen bin). Herbert hört tatsächlich auf diesen Name wenn ich ihn rufe und alles, seinen echten Name hab ich dann auch wieder herausgefunden, auf den reagiert er nicht 😀 nach ein paar Tagen rief er mich dann zu sich „Madame please come“, er und die jungs um ihn herum waren schon am grinsen, dass ich schon im Gefühl hatte, was jetzt kommen würde. Und tatsächlich „please I also forgot your Name and give you New one“ noch breitere grinsende Gesichter. „Aha and how will you call me?“ Die grinsen wurden noch breiter, Herbert guckt mich an „caonque“. Aha?! Und das heißt…? „Oh it means beautiful lady“. Gelächter von den Jungs drum herum. Beautiful Lady, ist klar 😉

Um zu vermeiden, dass dieses Wort mich, meine Mutter oder sonst wen beleidigt habe ich das dann kurz geklärt-caonque (und das ist Laufschrift und kein original fante) ist nach der Erklärung eine Art hirschkäfer (an insect and it is streng and can fly and is also strong). Gut, mit hirschkäfer kann ich leben…und werde mittlerweile auch so von allen Seiten begrüßt und gerufen 😀

Ein anderes momentan sehr präsentes Tier ist der lizard…Aber nicht der echte, der immer wieder außer- und innerhaus zu finden ist, nein ich rede von Perlen Lizards. Die werden samstags im perlenworkshop produziert. Da es aber auf Weihnachten zugeht und im baobab Hochsaison ist wird mehr Nachschub benötigt, am besten 100. Die Herausforderung haben wie angenommen und sitzen dementsprechend jeden Tag nach der Arbeit noch an den Perlen…In diesem Sinne tschüss und bis bald, Ich hab Perlen die auf mich warten…

Schenke Zukunft, werde Spender*in

Weihnachten steht vor der vor der Türe, Weihnachtsmärkte, Lebkuchen, Sonderangebote, das Fest der Liebe und der unzähligen Geschenke…


Aber was schenkt man einer Person, die schon alles hat?!
Wie wäre es mit einem Stück Zukunft, ein bisschen Nachhaltigkeit und Perspektive, Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit?


Die baobab children foundation, Ghana möchte all das den Kindern, die Teil der foundation sind, gewährleisten. Dafür soll eine Müllverbrennungsanlage auf dem Gelände der Organisation gebaut werden. Aus hygienischen Gründen und um die Haltbarkeit zu verlängern, wird in Ghana vieles in Plastik verpackt. Ein Müllversorgungssysthem gibt es leider nicht, weshalb Müll offen verbrannt wird, was natürlich viele Gefahren und Risiken mit sich bringt.
Diese können durch die Müllverbrennungsanlage minimiert, wenn nicht sogar vollständig behoben, werden. Aber um diese zu bauen ist die baobab children foundation auf Spenden angewiesen.

Schenke Zukunft, statt im kommerziellen Weihnachtswahn zu versinken, Spende für unser Projekt.


Und was eine sichere Zukunft für die Kinder in Ghana bedeutet, trägt zur Sicherheit der globalen Zukunft bei!


Weitere Informationen finden sich unter https://www.gofundme.com/f/stop-the-pollution-be-part-of-the-solution?qid=d6fc178788968049edd958a4f8b35a9d oder mit einer Mail an Spende.baobab@gmail.com sowie über die Organisation generell unter http://www.baobab-children-foundation.de


Gerne schicke uns auch die Mailadresse der beschenken Person an Spende.baobab@gmail.com , dann melden wir uns mit einem kleinen Weihnachtsgruß 🙂
Danke dass Sie uns helfen, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen!

Bilder zur Kampagne finden sich im letzten Beitrag „stop the pollution be Part of the solution“

Stop the pollution be Part of the solution

Auf die Gefahr hin, dass es einige zum fünften Mal lesen…Aber viel hilft bekanntlich viel…hier einmal ein werbeblock zur Crowdfunding Kampagne, die ich im Namen von baobab gestartet habe:

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:
„if you want to go fast, go alone, if you want to go far, go together“
(willst du schnell gehen, geh alleine, willst du weit kommen, geh mit anderen) wir wollen weit gehen, so weit, bis auf dem Gelände der baobab children foundation kein Müll mehr die Umwelt verschmutzt und keine Belastung für Mensch und Umwelt durch offen verbrannten Müll besteht. Dazu wollen wir einen Müllverbrennungsofen bauen, ein Projekt, was 16.000 Euro kosten wird. Lasst uns zusammen gehen um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, wir freuen uns über alle, die uns auf unserem Weg ein Stück begleiten. Durch Eure Spende helft Ihr mit, dieses Projekt zu verwirklichen. Ihr unterstützt nicht nur die Baobab Children Foundation, sondern tragt dazu bei, die Welt ein kleines Stück nachhaltiger zu machen.

Die Kampagne und viele weitere Infos zum Projekt findet ihr unter https://www.gofundme.com/f/stop-the-pollution-be-part-of-the-solution?qid=d6fc178788968049edd958a4f8b35a9d

Wir freuen uns über alle Spenden und genau so über Menschen, die anderen von dieser Kampagne erzählen….denn viele kleine Leute können mit vielen kleinen Schritten großes erreichen!!

Bedürfnisoriente angebotsgestaltung

…oder wie aus drei reissäcken, einem Matratzen Innenleben, stoffresten und etwas leinenstoff sechs pratzen und Bandagen werden

Worum es hier geht? Kickboxen!

Wir passt das zusammen?! Ganz einfach

Drei Jahre lang wurde mir von sämtlichen lehrer*innen der ersten Freiburg wieder und wieder erklärt: Kinder beobachten, Interessen, Bedürfnisse und Bedarfe herausfinden, daraus ein Angebot konzipieren und los geht’s.

Und was macht man mit einer Horde pupertärer Jungs, die sich andauernd raufen, Boxen, prügeln? Richtig, man bietet Knoten bzw in meinem Fall Kickboxen als Sport an. Mit klaren Regeln, aufwärmen, Dehnen, einem Vertrag, der den Gedanke und Sinn des Trainings erklärt und Konsequenzen, wenn dieser gebrochen wird. Standartsprüche und lieblingsübungen meines Freiburger Trainers stelios vom Sparta Gym inklusive 😉

Und was macht man wenn es kein Equipment zur Verfügung stehen hat? Richtig: man wird kreativ und näht es sich selber. Die Maße kamen aus Deutschland, den Rest habe ich mir zusammen gesucht und hatte schnell ein Team aus Kindern, die mir geholfen haben!

„With the boxing you braucht Innovation and creativity to baobab. One Day you will be like Bill gates“ war die Reaktion eines der Schüler auf unser nähprojekt 😀 mit liegt zwar herzlich wenig daran wie Bill Gates zu werden, trein lustiges Kompliment. ..und es findet sich am Wochenende immer eine kleine agruppe, die Spaß und Potenzial am Kickboxen hat, und mehr braucht auch gar nicht:)